Die Babydecke – ein Herzensprojekt für eine kleine Weltentdeckerin


Wenn eine Vision Form annimmt

Jedes Herzensprojekt beginnt mit einer Idee – und für diese Babydecke war die Idee so klein wie das Baby selbst, das bald darin liegen würde. Zuerst stellte sich die Frage: Welche Größe soll die Decke haben? Wie soll sie aussehen? Welche Geschichte soll sie erzählen? Als Inspiration diente mir die Babydecke meines Neffen, und schnell nahm die grobe Gestaltung Form an. Was noch fehlte, war das „Wie“ denn ich kann nicht stricken– der Weg von der Idee über das Designe zur fertigen Decke.

Von der Vorstellung zur Umsetzung

Ich wollte eine Decke schaffen, die mehr als nur ein kuscheliger Begleiter ist. Sie sollte eine Persönlichkeit erhalten und Erinnerungen schaffen. Ich wollte, dass die Nationaltiere der Eltern und des Kindes die Decke zieren, ergänzt durch den Namen des Babys, das Geburtsdatum und einen kleinen Bibelvers – ein Werk, das erzählt, wer diese kleine Seele willkommen heißen wird.

Die Tiere erwachen zum Leben

Die Gestaltung der Tiere war das Herzstück des Projekts. Zuerst skizzierte ich sie auf meinem Tablet – ein Schritt, der einfacher aussah, als er war. Jedes Tier sollte lebendig wirken und eine eigene Persönlichkeit ausstrahlen. Manche Linien mussten wieder verworfen, manches Details neu überdacht werden. Doch genau das machte den Prozess so besonders: Jedes Tier entstand aus Geduld, Liebe und dem Willen, etwas Einzigartiges zu schaffen.

Stoffauswahl und Patchwork – ein Spiel aus Farben und Texturen

Die Auswahl der Stoffe war fast schon ein Genuss – weich, bunt, verspielt. Doch um die Tiere richtig zum Leben zu erwecken, musste ich Patchwork-Techniken einsetzen. Dafür suchte ich professionelle Unterstützung und besuchte zwei Nähworkshops. Dort lernte ich, wie Stoffstücke zusammengesetzt, genäht und geformt werden, um den Figuren Ausdruck und Tiefe zu verleihen. Es war wie Malen mit Stoff – jede Naht eine Linie, jedes Stück Stoff ein Pinselstrich.

Liebe zum Detail

Als die Tiere schließlich ihren Platz auf der Decke gefunden hatten, begann die Feinarbeit. In akribischer Kleinarbeit malte ich Gesichter, Stickdetails und kleine Eigenheiten auf die Tiere. Schritt für Schritt erhielten sie ihre Seele.

Danach folgte die Personalisierung: Der Name des Kindes wurde gestickt, während Geburtsdatum und Bibelvers noch auf ihre Fertigstellung warteten – bis das Baby geboren ist.

Die letzten Schritte – Kuschelgarantie inklusive

Zum Abschluss habe ich die Rückseite der Decke mit flauschigem Teddy Fleece versehen. Weich, warm und einladend – bereit, die kleine Trägerin einzuhüllen. Jede Naht, jede Stickerei, jedes Detail ist nun Teil einer Geschichte, die Liebe, Geduld und Freude am Handwerk vereint. Die Decke ist nicht nur ein Gebrauchsgegenstand, sondern ein kleiner Schatz, der Wärme schenkt – im wörtlichen wie im übertragenen Sinn.